Synapcus Developers (EN)

Historisierte HR-Reports

Diese Seite beschreibt die gemeinsamen Regeln für historisierte HR-Reports. Quellenspezifische Felder, Berechnungen, Filter und Beispiele stehen auf den jeweiligen Unterseiten:

Zweck

Historisierte HR-Reports liefern Daten im zeitlichen Kontext und nicht nur als aktuellen Snapshot. Damit können Entwicklungen, Vergleiche und Zeitreihen für Personen, Beschäftigungen und Organisationseinheiten in Power BI gebildet werden.

Die API liefert die zugrunde liegenden Ergebniszeilen. Eine Zeile bleibt grundsätzlich auf der Granularität der jeweiligen historischen Quelle. Die fachliche Bedeutung und die verfügbare Detailtiefe werden auf der passenden Unterseite beschrieben.

Historischer Datenstand

Historische Auswertungen verwenden die Zuordnungen, die zum Zeitpunkt der jeweiligen Datenzeile gültig waren. Dazu gehören zum Beispiel Person, Beschäftigung, Organisation und weitere Stammdaten.

Die heutige Zuordnung wird nicht automatisch als Ersatz für eine historische Zuordnung verwendet. Historische Schlüssel aus der Ergebniszeile sind deshalb für Power BI maßgeblich, wenn sich Beschäftigung, Organisation oder andere Stammdaten im Zeitverlauf geändert haben.

Zeiträume

Die Zeitraumargumente werden serverseitig berechnet. Datumsgrenzen sind inklusiv.

Wert

Bedeutung

last3months

Die letzten drei Kalendermonate bis zum aktuellen Serverdatum

lastyear

Das vollständige vorherige Kalenderjahr

thisyear

Vom 1. Januar des aktuellen Jahres bis zum aktuellen Serverdatum

custom,start,end

Ein expliziter Zeitraum im Format yyyy-mm-dd

Gemeinsame Zeitraumsyntax:

params=last3months
params=lastyear
params=thisyear
params=custom,2025-01-01,2025-03-31

Die Intervallberechnung verwendet die bestehenden Domino-Datumsfunktionen. Ob die Auswahl anhand eines Monats-, Tages- oder anderen Quelldatums erfolgt, ist quellenabhängig.

Endpunkt und Authentifizierung

Alle historisierten HR-Reports verwenden den REST-Endpunkt:

<https://server/synapcus.nsf/xrCmpCtrl.xsp/rest/api>

Die konkrete Funktion wird über fct angegeben. Der Funktionsname und die quellenspezifischen Parameter stehen auf der jeweiligen Unterseite.

Accept: application/vnd.collection+json
x-api-key: <API_KEY>

Der API-Key wird nicht in params und nicht als URL-Parameter übertragen.

Generische Aufrufstruktur:

<https://server/synapcus.nsf/xrCmpCtrl.xsp/rest/api?fct=<HISTORY_FUNCTION>>&params=<PARAMETERS>

Filter

Historisierte Reports können abhängig von der Quelle nach Personen, Beschäftigungen und Organisationseinheiten eingeschränkt werden. Übliche Filternamen sind:

per=<PER_UNID>
emp=<EMP_UNID>
ou1=<OU1_UNID>
ou2=<OU2_UNID>
ou3=<OU3_UNID>

Alle gesetzten Filter werden mit AND kombiniert. Dadurch sind zum Beispiel eine Person innerhalb einer Organisationseinheit oder ein exakter Organisationspfad abbildbar.

params=lastyear,per=<PER_UNID>,ou3=<OU3_UNID>
params=lastyear,ou1=<OU1_UNID>,ou2=<OU2_UNID>,ou3=<OU3_UNID>

Ein optionales all bedeutet, dass kein Personen-, Beschäftigungs- oder Organisationsfilter gesetzt wird:

params=lastyear,all

Die Unterseiten dokumentieren, gegen welches vorhandene Feld der jeweiligen Quelle ein Filter geprüft wird.

Antwortformat

Das Standardformat ist Collection+JSON:

JSON
{
  "collection": {
    "version": "1.0",
    "queries": [],
    "links": [],
    "items": [
      {
        "data": [
          {"nm": "<existing_field>", "vl": "<value>"}
        ]
      }
    ]
  }
}
  • collection.items enthält die Ergebniszeilen.

  • data enthält die Felder einer Ergebniszeile.

  • nm ist der exakte vorhandene Synapcus-Feldname.

  • vl enthält den Feldwert.

  • Die Reihenfolge der Felder ist nicht relevant.

  • Leere Werte können als "" zurückkommen.

  • Der konkrete Inhalt von items hängt von Quelle und Parametern ab.

Power BI sollte Felder anhand von nm lesen und keine feste Feldreihenfolge voraussetzen. Collection+JSON ist das empfohlene Integrationsformat.

Synthetische Felder

Synthetische Felder werden ausschließlich für die REST-Antwort berechnet. Die zugrunde liegenden Notes-Dokumente werden dadurch nicht verändert.

Sie stellen wiederkehrende Vergleichs- und Analysewerte bereits serverseitig bereit. Dadurch bleibt der M-Code in Power BI schlank und muss keine fachliche Berechnung duplizieren.

Die Namen, Formeln und Bedeutungen der synthetischen Felder sind quellenabhängig und stehen deshalb auf den jeweiligen Unterseiten.

Fachliche Fragestellungen

Die folgenden Fragestellungen bilden den fachlichen Umfang der historischen HR-Reports ab. Die technische Abbildung und die benötigte Detailtiefe sind auf den Unterseiten der jeweiligen Datenquelle beschrieben.

HR

  • Wie haben sich Mitarbeiterstand und FTE im Zeitraum X beziehungsweise im Team X entwickelt?

  • Wie entwickelt sich der Krankenstand im Zeitverlauf?

  • Wie haben sich Überstunden beziehungsweise Mehrarbeitsstunden eines Mitarbeiters im Zeitraum X entwickelt?

  • Wie hat sich die Beschäftigungsstruktur entwickelt, zum Beispiel der Anteil von Auszubildenden, Festangestellten sowie Teilzeit- und Vollzeitkräften?

  • Wie entwickeln sich FTE und Überstunden zueinander? Führt zusätzliche personelle Kapazität tatsächlich zu einer Entlastung?

  • Wie haben sich Eintritte, Austritte und die Fluktuation in den letzten 36 Monaten entwickelt?

  • Wie hat sich die Anzahl bestimmter Funktionen, zum Beispiel Bauleiter, in den letzten 36 Monaten entwickelt?

  • Wie hat sich der Mitarbeiterstand an Standort X entwickelt?

  • Wie hat sich die Anzahl der produktiven Mitarbeitenden entwickelt, also ohne Elternzeit, Mutterschutz oder Krankheit?

  • Wie hat sich die Anzahl der Teilzeitkräfte entwickelt?

  • Wie verändert sich die Altersstruktur der Belegschaft insgesamt und je Team?

  • Wie hat sich das Wochenprofil eines Mitarbeiters im Zeitraum X verändert?

  • An wie vielen Tagen pro Woche wurde mehr als 10 Stunden gearbeitet?

HR und Projekte

  • Wie entwickeln sich verfügbare FTE-Kapazitäten und produktive Projektstunden zueinander?

  • Welche Teams konnten ihre produktive Leistung bei gleichbleibender oder veränderter FTE-Kapazität steigern?

  • Wie entwickeln sich die produktiven Projektstunden eines Mitarbeiters im Zeitverlauf?

  • Wie entwickeln sich die unproduktiven Stunden beziehungsweise Kontierungen auf Kostenstellen?

  • Wie lassen sich produktive und unproduktive Zeiten im Verhältnis zu den verfügbaren Soll-Stunden darstellen?

  • Wie entwickeln sich diese Kennzahlen auf Mitarbeiter-, Team- und Bereichsebene?

Verwendung in Power BI

  • Zeitreihen über den dokumentierten Datumsbezug der Quelle bilden.

  • Historische Personen-, Beschäftigungs- und Organisationsschlüssel verwenden.

  • Originalwerte und synthetische Vergleichswerte getrennt halten.

  • Leere Werte als fehlende Werte behandeln.

  • 0 und "0" bei Bedarf fachlich gleichwertig behandeln.

  • Historische Zuordnungen nicht nachträglich durch aktuelle Stammdaten ersetzen.

  • Doppelte Zeilen nur entfernen, wenn die Granularität der Quelle bekannt ist.

Die API aggregiert nicht automatisch quellenübergreifend. Aggregationen, Zeitachsen und Visualisierungen werden in Power BI auf Basis der gelieferten Ergebniszeilen erstellt.

Grenzen

Welche HR-Fragen beantwortet werden können, hängt von Granularität und vorhandenen Feldern der jeweiligen historischen Quelle ab. Eine monatliche Quelle kann beispielsweise keine verlässlichen Tagesereignisse rekonstruieren, wenn diese nicht separat gespeichert sind.

Für aktuelle Snapshot-Reports gelten die Regeln der Seite HR Reports API. Historisierte Reports sind davon durch ihre explizite Zeitraumauswahl und ihre historische Zuordnung zu unterscheiden.